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Die Geschichte der DLRG Stadtgruppe Pforzheim

Die DLRG Stadtgruppe Pforzheim wurde im Januar 1927 gegründet und ist somit die älteste Ortsgruppe im Landesverband Baden. Inzwischen hat sich die DLRG Stadtgruppe Pforzheim zu einem Verein mit ca. 400 Mitgliedern entwickelt, der im Jahr 2002 sein 75-jähriges Bestehen feiern konnte.

Heute blicken wir auf eine über 90-jährige Vereinsgeschichte zurück.

Ein äußerst komplizierter Rettungsfall am Eutinger Wehr im Jahre 1921, der von jungen Männern erfolgreich durchgeführt werden konnte, ließ die damaligen Retter nicht mehr ruhen, für die bewusste und aktive Lebensrettung einzutreten. So wurde in mühevoller Arbeit aus Schulen und Vereinen zahlreiche Rettungsschwimmer gewonnen. Es gelang ihnen, immer breitere Kreise der Bevölkerung und Schwimmer für die Idee der Wasserrettung zu gewinnen.

Im Januar 1927 wurde von 25 Personen aus Politik, dem öffentlichen Leben und verschiedenen Vereinen der Bezirk Pforzheim ins Leben gerufen. Er war damit der erste Bezirk der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft im Landesverband Baden. Das Emma-Jaeger-Bad, eröffnet im Jahr 1911, spielte als ganzjährig nutzbare Übungs- und Ausbildungsstätte eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Pforzheimer DLRG. Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges konnten nahezu 1000 Grundscheine, 150 Leistungsscheine und 15 Lehrscheine ausgehändigt werden. Der Neuaufbau nach dem Krieg war mühsam, aber im Jahr 1949 konnte die Ausbildung und der Übungsbetrieb im wieder aufgebauten Emma-Jaeger-Bad wieder aufgenommen werden. Im Jahr 1943 wurden in Niefern und Schellbronn Untergliederungen gegründet. Unermüdlicher Einsatz und aktive Mitarbeit waren die Grundlage für das stetige Wachstum der DLRG Pforzheim.

Im Zuge der Satzungsänderung und einer sich anbahnenden Entwicklung in den 60er Jahren wurde eine Umorganisation der DLRG notwendig. Ortsgruppen wurden gegründet und der Bezirk wurde zur Dachorganisation. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, den bisherigen Bezirk Pforzheim in Stadtgruppe und Bezirk aufzusplitten, um eine klare Aufgabenverteilung zu ermöglichen. Die Jahre des viel zitierten Wirtschaftswunders brachten auch der DLRG eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung. Von Pforzheim ausgehend wurden weitere Ortsgruppen gegründet. Im Jahr 1973 bekam der Bezirk Pforzheim den neuen Namen Bezirk Enz.

Nach der Kreisreform waren die Grenzen zwischen den Landkreisen und den DLRG-Bezirken nicht mehr identisch, so dass aus dem angrenzenden Landesverband Württemberg 40 Ortsgruppen in den Landesverband Baden übergingen. Der DLRG Bezirk Enz besteht heute aus 11 Ortsgruppen, denen inzwischen insgesamt mehr als 3200 Mitglieder angehören.

Kriegsjahre und der Wiederaufbau nach 1945

Der Ausbruch des 2. Weltkriegs setzte der Tätigkeit des Bezirks nach und nach ein Ende. Die Ausbilder wurden nacheinander zur Wehrmacht eingezogen. Immer kleiner wurde das Häuflein der Mitarbeiter, das trotz der Fliegeralarme den Bezirk noch am Leben hielt. Doch schließlich mussten die Lehrgänge eingestellt werden. Nach dem Krieg bestand keine Übungsmöglichkeit mehr: Das Stadtbad war zerstört! Doch pforzheimer Sportler und einsatzbereite DLRG-Kameraden folgten gern dem Ruf des Stadtrates Willi Weber, das liebgewordene Bad zu enttrümmern. Mit Pickel und Schaufel traf man sich am "Marktplatz" und zog geschlossen zur Trümmerstätte. Emsig wurde gepickelt, geschaufelt und gekarrt. Wie schmeckte da in der Pause das Vesper gut, das die Stadtverwaltung den Helfern reichen ließ.

Die Renovierung des Gebäudes nahm natürlich noch eine geraume Zeit in Anspruch; doch im Jahr 1949 war es so weit. Überglücklich waren die Schwimmvereine und die DLRG, als am 21.12.1949 der Übungsbetrieb aufgenommen werden konnte. Dank der unermüdlichen Rührigkeit des Lehrscheininhabers Heinz Kühlmann jun. gelang es, die wenigen Mitglieder, die nach dem Krieg noch am Leben waren, zu einer Neugründungsversammlung zu gewinnen. Bald konnte die Ausbildungsarbeit unter seiner Leitung wieder aufgenommen werden. Und schon bei der Eröffnung des wiederhergestellten Stadtbades konnte der DLRG-Bezirk mit einer Vorführung aufwarten. Mit äußerster Energie warb er für den Rettungsgedanken im Allgemeinen und für die Rettung aus der Gefahr des Ertrinkens im Besonderen. Mit Unterstützung einiger Kameraden veranstaltete er im Sommer 1949 im Nagoldbad ein volkstümliches Werbeschwimmfest, an dem sich Schulen, Vereine, Firmen und öffentliche Organe beteiligten.

Von Jahr zu Jahr wuchs der Mitgliederstand, obwohl die DLRG kein Verein im üblichen Sinne ist. Die DLRG ist eine gemeinnützige Organisation, auf freiem Helferwillen aufgebaut. 1966 gehörten dem Bezirk 706 Mitglieder an und zwar: 

  • 425 männl. Erwachsene
  • 89 weibl. Erwachsene
  • 116 männl. Jugend
  • 76 weibl. Jugend

1964 waren es insgesamt nur 389 Mitglieder!

-aus "40 Jahre DLRG Pforzheim zum Wohle aller"

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